Bellersen
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Rinder gehören zu den ältesten Haustieren des Menschen. Der Vorfahre unserer heutigen Hausrinder ist der Ur oder Auerochse. Das seit dem 17. Jahrhundert ausgestorbene Wildrind war ursprünglich über Europa, Nordafrika und Asien verbreitet. Im 20. Jahrhundert versuch-ten die Brüder Heck in den Tiergärten von Ber-lin und München aus sehr ursprünglichen Hausrindrassen, die noch Merkmale des Urs tragen (z.B. Camarguerind, Spanisches Kampfrind, Englisches Parkrind, Schottisches Hochlandrind und Korsikarind) ein Rind rück-zuzüchten, das dem Ur möglichst gleichen soll-te. Das aus dieser Zucht hervorgegangene Heckrind ähnelt in Fellfarbe und Hornform dem Ur, erreicht aber nicht dessen Größe. Die Tiere auf der Weide an der Brucht vermitteln den-noch eine gute Vorstellung vom ursprünglichen europäischen Wildrind.

Der Aueroche gehört zu den "Ureinwohnern" Westfalens. Die Umgestaltung der Naturlandschaft und intensive Bejagung führten im 17. Jahrhundert zum weltweiten Aussterben dieses Widlrindes.
Doch in verschiedenen Hausrassen lebte ein wesentlicher Teil der genetischen Informationen (Erbgut) dieses Stammvaters unserer Hausrinder fort.

heckrind2Um 1920 hatten die Gebrüder Heck, die die Zoos von München und Berlin leiteten, die Idee, die auf verschiedene Rinderrassen "verteilten" Wildrindeigenschaften in einer Form zusammenzuführen. Der Aueroche sollte gewissermaßen wiederentstehen. Gekreuzt wurde quer durch Europa: Ungarisches Steppenrind, Schottisches Hochlandrind, Allgäuer, Spanisches Kampfrind, Podolisches Steppenrind, Englisches Parkrind, und viele andere mehr. Das Ergebnis dieser Zucht war ein wehrhafter Europäer, der dem Aussehen des Auerochesen nahekommt.
Wurde in den zurückliegenden Jahrhunderten das Rind zielgerichtet auf höhere Milch- und Fleischleistung hingezüchtet, so weist das Heckrind Eigenschaften auf, die im Zeitalter von Überproduktion, Flächenstillegung und Rinderwahnsinn zunehmend öffentliches Interesse wecken Einen Stall für den Winter benötigen die robusten Tiere nicht; die hohe Resistenz gegen Krankheiten macht den Tierarzt praktisch überflüssig.
So kann mit geringem Arbeitsaufwand das Grünland in der Bruchraue in Bellersen für Naturschutz und Landschaftspflege erhalten, renaturiert und stabilisiert werden.

 

 

 

 

 

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kd