Bellersen
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Schützenfest und Schützenwesen:

   K O N T A K T

   W E B S E I T E


Einst notwendiger, heute unverzichtbarer Bestandteil des Dorflebens.


Es gibt eine fast unübersehbare Zahl von Festen und Feiern sowie anderen Veranstaltungen in unseren Dörfern und Städten. Es gibt aber nur ein Fest, das mit vollem Recht als das Fest der Feste bezeichnet werden darf: Das Schützenfest!

Es ist so regelmäßig wie die Jahreszeiten in den gewöhnlichen Verlauf des Dorflebens eingebettet und versetzt es gleichzeitig in einen Ausnahmezustand. Vieles ist geregelt, ja sogar preußisch exakt gereglt; vieles aber auch ist Feiheit: Freiheit von allen außer den nötigsten Arbeiten, Freiheit vom üblichen Tagesablauf, Freiraum für Begegnungen und die eine oder andere Unbekümmertheit. Der Genuß geistiger Getränke erweitert die Freiräume, führt aber nur sehr selten zum Überschreiten der gesellschaftlich annerkannten "guten Sitten".
 

Schützenfest in Bellersen bei Brakel Kreis Höxter Am Schützenfest, das in Bellersen auf Pfingsten gefeiert wird, beteiligen sich fast ausnahmslos alle Dorfbewohner, die gesundheitlich dazu in der Lage sind, Die Kinder toben herum und staunen, die Alten sehen mit leichter Wehmut und voller Erinnerungen zu, die Männer schultern in korrekter Uniform ihr eichenlaub- geschmücktes Holzgewehr und treten zum Umzug an. Die Frauen sehen dem männlichen Treiben interessiert zu und bewundern sachkundig-kritisch ihre prächtig heraus- geputzten Geschlechtsgenossinnen im Hofstaat. Die Frauen haben ihren eigenen Umzug am Pfingstmontag - ein Höhepunkt der besonderen Art. Den äußeren Ablauf des Schützenfestes bestimmt ein festes Programm, das zu einem großen Teil traditionelles Ritual ist. Ohne Zeremoniell wäre das Schützenfest kein Schützenfest: Fahnen, Kommandos, Marschmusik, Gleichschritt, erhebende Reden, Kriegerehrung.  Auge, Ohr und Gemüt fordern ihr Recht. Alles wirkt vertaut wie immer - und ist doch immer wieder neu und aufregend!

Der Rahmen macht indes nur einen Teil des Reizes des Schützenfestes aus. Die allgemeine, selbstverständliche Akzeptanz des Festes und die große Beteiligung machen es zu einem herausgehobenen Ereignis im Jahreslauf. Verwandte und Freunde, in der Fremde lebende "Kinder des Dorfes" und die Honoratioren aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft finden sich ein. Alte Bekanntschaften werden aufgefrischt, neue Kontakte geknüpft. Wiedersehen und zwangloses Gespräch lassen die Stunden dahinfliegen. Kein Termindruck stört. Die Zeit ist mit gutem Gewissen dem Feiern vorbehalten. Und wenn es darüber wieder Morgen wird, so hat niemand etwas dagegen. Zu den Kennzeichen des Schützenfestes gehört die Begegnung zwischen Jungen und Alten.
Die Jungen folgen so selbstverständlich dem Marschtritt der Alten beim klingenden Spiel der Traditionsmärsche wie die Älteren bei der modernen Popmusik das Tanzbein schwingen. In der Formation an der Theke stehen sie in bunter Mischung. Die Uniform verwischt im Äußeren die Unterschiede: Uniformität, die nicht gleichschaltet, sondern Schranken aufhebt. Der Frauentag hat seine eigenen Regeln. Auch die Frauen ziehen in Formation durch das Dorf, präsentieren mit Fahne und Säbel.

 

nächste Termine

17.12.2017
Weihnachtskonzert - Oberwälder und Concordia
19.12.2017
Eichelschießen
 
 

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kd