Bellersen
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Wenn Sie das Wandern durch Feld und Flur lieben und außerdem so ganz nebenbei noch etwas über Ihre Umwelt und ihr Werden erfahren wollen, ist der Agrarhistorische Rundwanderweg genau das Richtige für Sie.

1. Am Ausgangspunkt

in der Dorfmitte Bellersens können Sie sich über den Verlauf des Weges informieren.

2. Mühlengraben und Bleiche

Von dem Bach Bruchte zweigt an dieser Stelle der künstlich geschaffene Mühlengraben ab, der Bellersen durchfließt und südlich des Dorfes ein Mühlrad antreibt. Die Wiese zwischen Bruchte und Mühlengraben diente den Dorfbewohnern einst zur Bleiche des zumeist selbst produzierten Leinens.

3. Mühle

Vom Mittelalter bis zum Jahre 1965 war hier eine Mahlmühle in Betrieb. Das Mühlrad dreht sich immer noch, das Mühlgebäude beherbergt heute ein Hotel und eine Gaststätt.

4. Ehemalige Gartenanlage am Rammelsberg

Einige Hecken und Terrassenkanten sind die letzten sichtbaren Zeugnisse einer Vielzahl von kleinen Gemüsegärten, die hier in Dorfnähe als Ergänzung für die nicht ausreichenden Hausgärten z. T. noch bis ins 20. Jahrhundert hinein bestanden.

5. Heckrinder "Auerochsen"

Auf Flächen, die in der modernen Landwirtschaft kaum noch gewinnbringend nutzbar sind, werden zunehmend wieder die Vorfahren unserer Hausrinder für Naturschutz und Land-schaftspflege eingesetzt.

6. Flößwiesen im Bruchtetal

In den Jahren 1893/94 wurde in dem Wiesental unterhalb des Dorfes eine Flößanlage gebaut. Mit zwei Wehren wurde das Wasser des Baches gestaut und durch die Flößgräben über die Wiesen geleitet, um den Graswuchs zu fördern. Die Wehre und einige Abschnitte der Flößgräben der mittlerweile aufgegebenen Anlage sind noch v orhanden und veranschaulichen die Funktionsweise.

7. Dorfstelle Hemmenhusen,

alte Landstraße am Süsterfeld und ehemalige Glashütte Sengenthal Vom 9. bis zum 13. Jahrhundert lag hier das Dorf Hemmenhusen. Der heutige Flurname "Süsterfeld" (Schwesternfeld) bewahrt die Erinnerung an alte Rechtsverhältnisse, denn von den Hemmenhusener Äckern bezogen die Nonnen des Klosters Gehrden Abgaben. Ein Hohlwegrest ist das Relikteines bis zum 19. Jahrhundert benutzten mittelalterlichen Fernweges. Südlich des Süsterfeldes markiert das ehemalige Forsthaus Sengenthal den Standort einer Waldglashütte.

8. Obstbaumpflanzungen auf dem Schmandberg

 

 

 

 

 

 

 Eine große Streuobstwiese ist der immer noch beeindruckende und ökologisch wertvolle Rest einer in den Jahren ab 1892 angelegten Obstbaumpflanzung, die auf 27 ha Fläche zuletzt 3.200 Obstbäume verschiedener Sorten umfaßte. Wegen ungünstiger Bodenverhältnisse mußteder überwiegende Teil der Anlage wieder aufgegeben werden.

9. Aussichtspunkt Schmandberg
 
Von der Höhe des Schmandberges haben Sie einen weiten Blick auf das Bruchtetal bis auf die Stadt Brakel. Bemerkenswert ist auch die Lage der Hinnenburg auf einem Bergsporn über dem Tal.

10. Hude und Waldeigentum

Der Schmandberg diente dem Dorf Bellersen lange Zeit als Gemeindeweide. Das Hüten der Rinder, Schweine, Ziegen und Schafe auf den Feldern, Ödländereien und in den Wäldern durch Hirten war bis in das 19. Jahrhundert die Grundlage der Viehhaltung. Auf einer Karte wird gezeigt, wem die Wälder um Bellersen gehörten.

11. Waldentwicklung und Waldnutzung

Der Waldbestand um Bellersen hatte zu Beginn des 19. Jahrhunderts seine geringste Ausdehnung zu verzeichnen. Seitdem hat die Waldfläche in bedeutendem Maße zugenom- men. Außerdem hat sich die Waldqualität durch eine zielgerichtete Forstpflege nachhal- tig verbessert. Letzteres war nur möglich, da die über Jahrhunderte übliche Waldnutzung für bäuerliche Zwecke - vor allem als Viehweide - im 19. Jahrhundert aufhörte.
 
12. Aussichtspunkt Fahlenkämpen
 
Geologie und Landschaft Die Lage des Aussichtspunktes am Waldrand gewährt einen guten Überblick über den Nord-rand der Brakeler Muschelkalkschwelle und den Süden des Lippischen Keuperberglandes. Auf einer Tafel wird der geologische Aufbau der Landschaft dargestellt.
 
13. Die Veränderung der Landwirtschaft
 
Im 19. Jahrhundert wurde die Grundlage für eine moderne, leistungsfähige Landwirtschaft geschaffen, indem man die über Jahrhunderte bewährten, aber die Einführung effektiverer landwirtschaftlicher Methoden verhindernden Rechts- und Wirtschaftsverhältnisse aufgab. Wie sich dadurch auch die Flurgestalt änderte, wird durch den Vergleich der ehemaligen und heutigen Wald- und Feldgrenzen nachvollziehbar.

14. Die Entwicklung des Dorfes Bellersen

Wenn Sie den Strickberg erreicht haben, liegt das Dorf Bellersen vor Ihnen. Anhand einer Karte wird gezeigt, wie das Dorf seit der Gründung um 800 v. Chr. in verschiedenen Ausbaustufen seine derzeitige Gestalt bekam. 

 

nächste Termine

19.10.2017
Vortrag Erbrecht
 
 

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kd